EU-Streit eskaliert: Salvini sorgt vor laufender Kamera für Eklat

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EU-Streit eskaliert: Salvini sorgt vor laufender Kamera für Eklat

14. September 2018 EU Europa Italien matteo salvini newsdesk Politik 0

► Beim EU-Innenministertreffen in Wien ist es beim Thema Migration zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen Italiens Matteo Salvini und dem Luxemburger Jean Asselborn gekommen. Salvini veröffentlichte ein Video der Szene des eigentlich vertraulichen Treffens bei Facebook (siehe oben).

► Salvini macht darin seine ablehnende Haltung gegen jede Zuwanderung deutlich: “Ich arbeite lieber dafür, dass die italienischen und europäischen jungen Leute mehr Kinder in die Welt setzen, weil ich keine neuen Sklaven will. Wenn Ihr Luxemburg neue Migration braucht – in Italien helfe ich lieber den Italienern, dass sie wieder Kinder machen.“

Asselborn hatte zuvor erklärt, der Kontinent brauche Migration, um die alternde Bevölkerung auszugleichen.

► Asselborn antwortet in der Aufnahme, dass in den vergangenen Jahre zahlreiche Italiener nach Luxemburg gekommen seien, “weil ihr nicht für eure Kinder sorgen konntet”. Der Politiker wirft seine Kopfhörer auf den Tisch und ruft: “Scheiße nochmal!”

Deshalb ist die Szene ein Eklat:

Eigentlich sollten die Gespräche in Wien wohl diskret stattfinden.

Ein Mitglied der Delegation des Italieners filmte die Szene allerdings, Salvini stellte das Video auf seine Facebookseite. Dazu ein polemischer Verbalangriff: Seine Antwort sei Asselborn wohl “nicht gut bekommen”.

Dem folgenden “Familienfoto” der EU-Innenminister blieb Asselborn fern.

So groß sind die Gräben in der EU:

Die Italiener verfolgen eine Hardline-Politik gegen Zuwanderung. In vielen Staaten Europas trifft die auf Ablehnung.

Ein Abkommen mit Berlin zur Regelung der Rücknahme von Flüchtlingen ist noch nicht erzielt worden, auch wenn der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) dies am Donnerstag in Aussicht stellte.Italien verlangt offenbar weitere Zugeständnisse.

Rom erwarte, “dass Deutschland uns bei der Änderung der Regeln für die EU-Mission Sophia unterstützt”, sagte Salvini nach dem Treffen.

Er habe “positive Klarstellungen” aus Deutschland erhalten und sei bereit, das Abkommen zu unterschreiben – aber nur, wenn Italien auch etwas davon habe.


Source: HuffPost

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