Von den USA bedroht: Dänemark beantragt NATO-Mitgliedschaft
Kopenhagen/Washington – Nachdem die Vereinigten Staaten erneut bekräftigt haben, dass sie Grönland unbedingt haben wollen, sieht sich Dänemark akut bedroht. Das Königreich hat daher begonnen, die notwendigen Unterlagen für eine NATO-Mitgliedschaft in den Postausgang zu legen.
US-Außenminister Marco Rubio erklärte, die Aussagen der vergangenen Woche seien als ernst gemeintes Kaufangebot zu verstehen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, präzisierte, es lägen „alle Wege auf dem Tisch“, um sich dieses „kleine Stück Nordpol“ für die USA zu sichern. Welche Wege das konkret seien, wollte sie nicht sagen. Aber man solle kreativ denken.
Dänemark denkt nun ebenfalls kreativ. „Wenn wir Mitglied der NATO sind, wäre jeder Angriff auf unser Territorium ein Bündnisfall“, erklärte ein Sprecher der dänischen Regierung. Zu diesem Territorium gehöre selbstverständlich auch Grönland.
Problematisch an der Sache ist lediglich, dass die USA selbst Mitglied der NATO sind und bei der Aufnahme neuer Mitglieder ein Vetorecht besitzen. Beobachter sprechen von einer „gewissen logistischen Herausforderung“.
Ähnliche Erfahrungen kennt auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der ebenfalls gerne schon vor dem russischen Überfall ein vollwertiges NATO-Mitglied gewesen wäre. So bleibt Selenskyj und der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen derzeit nichts anderes übrig, als zuzuschauen, wie die USA milliardenschwere Deals mit Moskau anbahnen, während die USA der Ukraine alle Militärhilfen entzieht.
„Eine NATO-Mitgliedschaft wäre wirklich schön“, seufzt Selenskyj und öffnet eine Packung Vanilleeis. Frederiksen legt derweil einen Horrorfilm ein. Beide finden, dass das Genre derzeit erschreckend realistisch ist.
In diesem Moment meldet sich ein Hausmeister des Schlosses Christiansborg zu Wort. „Einen Moment bitte“, sagt er. „Ich habe hier alte Unterlagen aus dem Jahr 1949 gefunden. Angeblich haben wir Dänen bei der Gründung der NATO mitgewirkt. Rein technisch müssten wir also schon Mitglied sein.“
Kurz darauf geht im Fernsehzimmer die Tür auf und wieder zu. Mette Fredriksen ist verschwunden. Der Horrorfilm läuft weiter, jetzt mit nur noch einem Zuschauer.
Während die Ukraine weiterhin schutzlos angegriffen wird und die Welt im Wesentlichen zusieht, kann Dänemark nun das Militärbündnis zusammentrommeln.
„Donald, was machst du denn hier?“, fragt jemand. „Du bist doch die Bedrohung.“ Aber eben auch wichtiger NATO Partner.
Wenig später:
„Donald, warum bist du immer noch hier?“ Trump findet an der dänischen Ostseeküste noch eine Golfanlage.
Nach aktuellem Stand würde die NATO nun gemeinsam mit der US-Armee gegen die Bedrohung durch die USA vorgehen. Das ergibt zwar keinen Sinn, aber Regeln sind Regeln.
„Und jetzt hat Donald auch noch seinen Freund Wladimir Putin mitgebracht“, heißt es aus Bündniskreisen. „Keine Ahnung, wo der hier eigentlich steht.“
