Wagenknecht Demo: Die AfD war da

9965 Artikel

Wagenknecht Demo: Die AfD war da

2. März 2023 Allgemein 0

Auf der Demonstration „für den Frieden“ war die AfD anwesend.

Eine halbe Woche später muss man das wohl hervorheben, weil rechtsextreme Kreise es genießen, wie die Partei „Die Linke“ gerade ihre mediale Abrechnung bekommt. Und die AfD, keiner weiß warum, profitiert sogar, in Umfragen, von der Demonstration und duckt sich dabei einfach weg.

Nikolai Nerling

Nerling hatte 2018 eine Reihe von Interviews mit AfD Spitzenvertretern geführt. Darunter auch ein Interview mit Tilo Chrupalla oder mit Kay Nerstheimer, der heute NPD Mitglied ist. AfD Mitglieder wie Leyla Bilge sind Mitglieder seiner rechtsextremen Vereinigung „Volksschule“.

Auch tritt Nerling immer wieder gerne für die Zeitschrift „Die Russlanddeutschen Konservativen“ auf. Sowohl Nerling persönlich, als auch Mitglieder des rechtsextremen „Arminiusbundes“, die die Zeitschrift führen, waren auf der Demonstration anwesend.

Bernd Höcke

Es ist unklar, ob Höcke auf der Demonstration auftauchte. Im Vorfeld der Demonstration am Samstag sagte der thüringische AfD Parteichef „Ich bitte Sie, kommen Sie zu uns.“ in Richtung Sahra Wagenknecht.

Jörg Urban

Der sächsische AfD Chef Jörg Urban war auf der Demonstration anwesend. Urban ist zuletzt im sächsischen Landtag mit zwei falschen Aussagen über die Ukraine aufgefallen. Zum einen behauptete er, dass sämtliche oppositionellen Parteien in der Ukraine verboten wären. Zum anderen behauptete er, dass die Ukraine das korrupteste Land Europas sei.

Das korrupteste Land Europas, nach der Einschätzung von Transparency International, auf Platz 137, belegt Russland.

Urban legte im Februar den Appell ein (Zitat): „Wir wollen nicht, dass Hunderttausende Menschen sterben, Zehntausende Zivilisten sterben und ein Land völlig ruiniert wird.“ Wie auch Wagenknecht, nutzt Urban den Kniff der rhetorischen Verallgemeinerung (als würden in der Ukraine „Waffen gegen Menschen“ kämpfen).

Vor einigen Wochen legte Urban in einem Facebook Tweet nach und beklagte sich über „Revanchismus gegen Russland“. Er führte weiter aus „Einer der Gründe Russland auszuschließen, war die angebliche „Annexion“ der Krim.“. Als ein Teil der russischen Brücke auf der Krim in die Luft flog, merkte man kurz, wie „angeblich“ die Annexion der Krim wirklich war. Spoiler: Da war gar nichts angeblich.

Jürgen Elsässer

Elsässer bringt das AfD Magazin „Compact“ heraus. Er gründete auch den Verein „Ostwind“, der es schaffte, sich etwa einen Tag lang ernsthaft für russischstämmige Menschen Deutschland einzusetzen, ohne Verbrechen Russlands, als Staat, zu relativieren oder gar leugnen zu wollen.

„Die Russen sind die einzige Siegermacht des 2. Weltkriegs, die uns freigegeben hat“, sagte er. Seit 1994 stünde kein russischer Soldat mehr in Deutschland, „während aktuell immer noch zehntausende amerikanische Soldaten unser Land besetzt“ halten würden.

Nach Elsässer führe die USA den Krieg, in der Ukraine, gegen Russland. Der Ukraine Krieg würde in den Nachrichten, mit falschen Informationen, geführt. Vereinsmitgründer, der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider, sieht in Russland einen „Befreier“.

Nach Elsässer hätte sich „Kiew“ als „Angriffsplattform gegen das Bruderland zur Verfügung gestellt“.

Deutschland sei fremdbestimmt und stehe unter US-amerikanischem Einfluss, den es mit Hilfe von Russland abzustreifen gelte.

Fazit

Das Fazit ist klar. Es war auch eine klare AfD Veranstaltung, für die Frau Wagenknecht, mit Frau Schwarzer, immer noch, auch aus unserer Sicht, die volle Verantwortung trägt.

Die Partei „Die Linke“ büßt in den Umfragen ein auf zwischen 4 bis 4,5 Prozent. Die AfD hingegen profitiert, nutzt die Demo für ihre verfassungsfeindliche Haltung, an der Seite Russlands, duckt sich weg und wird aus der Kritik erstmal herausgenommen (was falsch ist).