Das niedersächsische Justizministerium?

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Das niedersächsische Justizministerium?

23. Juni 2021 Allgemein 0

Wir haben auf unseren letzten Beitrag Anfragen bekommen und schieben noch einen Anhang hinterher.

Um was geht es da?

Es geht darum, dass das niedersächsische Justizministerium eine Faktenprüfung zu einem Fall durchgeführt hat.

Juhuu, es gibt eine Prüfung durch das niedersächsische Justizministerium. Die will ich sehen. Konfetti!!! Yeah!
Whaaaaaat????

Da hat jemand sich die Mühe gemacht, den Fall des Mannes zu prüfen, der gerade 420 Stunden Strafarbeit abarbeitet. Und niemand wird je sehen, was aus der Prüfung herausgekommen ist.

Die Dame, die sich die Mühe gemacht hat, eine Faktenlage zu prüfen, in der jemand ein Lenkmanöver, ein Bremsmanöver und einen Schlag mit dem Kopf auf ein Kfz Lenkrad in 432 Millisekunden hinbekommen hat, hat nun auf ewig ein „Secret Document“ erstellt, welches nur ihre Augen, die des Papstes, der Kanzlerin und vielleicht die Zwillinge Marc und Sven von Youtube erblicken dürfen.

What is Happening?

Im Jahr 2017 kam es auf der A31 zu einem Unfall, bei welchem ein 100 Fahrer von einem 160 und mehr Fahrer, von hinten, angeschoben wurden. Wirklich angeschoben. Kein Witz!

Im Zivilverfahren wurde der Angeschobene gefragt, auf welcher Straßenseite er fuhr. Er sagte „Rechts“. Ein Unfallrekonstruktionsgutachten rekonstruierte das hier. Der Mann, der „Rechts“ aussagte wurde wegen falscher uneidlicher Aussage verurteilt.

Das ist die ganze Unfallskizze der Unfallgutachter

Wer sich die Mühe machte, und, anhand der Polizeifotos eine eigene Rekonstruktion des Unfalls herzustellen, kommt auf diese Skizze

Ganze 12 Meter weiter fängt eine Fahrspur auf der rechten Farbahnseite an, die am Ende am Unfallwagen desjenigen endet, der inzwischen Strafstunden abarbeitet.

Damit es auch noch mal jeder versteht: EIN WICHTIGES STÜCK DES BEWEISES WURDE EINFACH WEGGELASSEN (WODURCH EINE KOMPLETT ANDERE AUSSAGE ENTSTAND).

100 Stundenkilometer sind 27,77777 Meter pro Sekunde. 12 Meter sind stolze 432 Millisekunden, in der der Verurteilte seinen Kopf auf das Lenkrad aufschlug, die Fahrbahn wechselte (von dessen Fahrbahnwechsel gänzlich alle Abriebspuren fehlen) und auf die Bremse drückte. Jetzt bitte mal 432 Millisekunden mit Stoppuhr laufen lassen und versuchen, sich das vorzustellen.

Ich habe genug von der blöden Stoppuhr

Ich will die Prüfung des niedersächsischen Justizministeriums hierzu sehen.

Antwort auf Twitter Link

Der Lackschaden des Gegenfahrzeugs befand sich links unterhalb der Kofferraumklappe. Es gibt kaum Lackschäden am hinteren Kotflügel. Der Aufprall kam von hinten, nicht von der Seite. Wäre der Aufprall von der Seite gekommen, wäre der Verurteilte nicht mit der Nase auf das Lenkrad geknallt.

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