Für mehr Atomkraft in Deutschland :-)

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Für mehr Atomkraft in Deutschland :-)

11. Juli 2021 Allgemein 0

Also nicht wir. Aber tatsächlich neue Gruppierungen in Deutschland. Diese wollen uns erzählen, dass alle Artikel über Langzeitschäden der Kernenergie nur „Gehirnwäsche“ sind und appellieren dafür, doch die FDP zu wählen, die dann neue Atommeiler bauen und in Betrieb nehmen lassen wird.

Mit Kernkraft gegen die Klimakatastrophe

Die „Energieerzeugung“ könnte tatsächlich CO2 Emissionen einsparen. Allerdings erzeugt Kernkraft auch Abfall. Der ist geringer CO2 belastet (er ist nicht CO2 Neutral), dafür aber lebensgefährlich in Punkto „Strahlung“.

Bevor wir zur Strahlung kommen, kommen wir noch mal zum Thema CO2. Denn Stromerzeugung aus Kernkraftwerken erzeugt Treibhausgase. Die kann man in kilometerweiter Entfernung vom Atomkraftwerk noch aufsteigen sehen (sind also nicht wenig). Bei Vollbetrieb werden schon mal bis zu 110 Gramm CO2 Äquivalente pro Kilowattstunde emittiert. Bei Normalbetrieb etwa 12 Gramm pro Kilowattstunde.

In Finnland regt man sich nicht so auf

Olkilouto ist eine Halbinsel in Finnland. Und die gehört beinah komplett dem Betreiber TVO und dessen Tochtergesellschaft der Posiva AG. Es ist ein frequenter Arbeitsplatz. Doch wohnen tut dort fast niemand.

Generell ist die Bevölkerung in Finnland zehnmal so verstreut wie in Deutschland.

In Deutschland wohnen Menschen

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Gemeinden-im-Emsland-wollen-kein-Atommuell-Endlager,aktuellosnabrueck5570.html

Gratulation, hier hinkt der Vergleich. 15 von 16 Bundesländern halten Kernenergie weiter für eine saubere Sache.

Die Betreiber wollen den Atommüll jedoch weit von den bisherigen Standorten an der Grenze zu Sachsen-Anhalt und Thüringen wegschaffen (das stört nämlich Sachsen-Anhalter und Thüringer). Stattdessen kommt der Müll einfach in die direkte Nähe der Niederlande. Regional betrifft das etwa 200.000 Menschen, wenn der Müll beispielsweise in das emsländische Dörpen verfrachtet wird.

Der Twitter Nutzer wohnt da anscheinend nicht.

In Fukushima ist doch keiner gestorben

2011 wurde, nach einem Sturm, ein Reaktor im japanischen Fukushima so stark zerstört, dass Strahlung austrat. 2015 benannte die japanische Regierung etwa 1232 Menschen, die im Zusammenhang der Katastrophe verstorben waren.

Dies lag auch an den Zuständen in den provisorischen Behelfslagern, die nicht als Winterunterkunft geeignet waren. Die Menschen mussten in die Behelfslager, weil in ihrem eigentlich Zuhause tatsächlich Lebensgefahr herrschte.

2015 befanden sich etwa 120.000 Menschen in den Behelfslagern.

Die Gruppierungen für Atomkraft spielen das herunter. „Es sei niemand während der Katastrophe gestorben.“ ist auf deren Webseiten (die unbedingt mal einen Webdesigner brauchen) zu lesen.

Auch das Thema Tschernobyl wird heruntergespielt (es sei ein anderes System gewesen).

Wir schließen uns ihm an

Dem Rest wird die FDP empfohlen

Windräder und Solarenergie wurden erfunden (und sind Technologien). Für Solar hat Schwarz-Gelb im Bund die private Förderung gestrichen und gegen Windräder will die FDP die strikte Abstandsregelung von 1000 Meter zu Ortschaften aufrechterhalten, auch wenn da nur wenige Häuser stehen.

In NRW bastelt Schwarz-Gelb daran, Klagen von Klimaschützern demnächst ausschließen zu können. Ja, die haben ein echt „hartes“ Klimaprogramm.

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