Russische Kriegsbeute seit 2014

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Russische Kriegsbeute seit 2014

23. Februar 2022 Allgemein 0

„Tschernomorneftegas“ ist der Name eines Energieversorgers, der mehr als 30 Prozent des Erdgasvorkommens der Krim, für Russland, verkauft. Hauptsächlich nach Europa.

Chernomorneftegaz

Die Kriegsbeute Russlands

Um es mit einem Satz zu sagen. Черномор Нефтегаз verkauft die Kriegsbeute Russland, aus dem russischen Einmarsch auf der Krim.

Auf der Webseite des Gasunternehmens heißt es:

„Die Staatliche Aktiengesellschaft (SJSC) für die Produktion und den Transport von Öl und Gas Chernomorneftegaz ist der Zessionar des Produktionsverbandes Chernomorneftegazprom, der auf der Grundlage des Beschlusses des Ministeriums für Gasindustrie der UdSSR vom 20. Oktober 1978 Nr 209. Die Unternehmen befinden sich zu 100 % im Besitz von NJSC Naftogaz aus der Ukraine .“

Richtig gehört. Das Gasunternehmen beruft sich aus einem Beschluss der Sowjetunion.

Nach der Krimkrise 2014 wurde das Unternehmen, im Vorfeld seiner Annexion durch Russland, vom Parlament der Region beschlagnahmt. Es ist, bis heute, in Simferopol registriert und ist von denen eigentlichen Unternehmern, die das Unternehmen 1979 gegründet hatten, abgeschnitten.

2015 hat das Unternehmen zwei Hubbohrinseln in russische Hoheitsgewässer verlegt, um die Inseln von der Ukraine abzuschotten.

Das gestohlene Gesamtvermögen des Unternehmens liegt bei 2,17 Milliarden US Dollar.

Chernomorneftogaz und Gazprom

Tschernomorneftogas war eine Tochterfirma des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftohaz. Sie wurde im März 2014 von der Regierung der Krim verstaatlicht und sollte danach in den staatlichen russischen Erdgaskonzern Gazprom eingegliedert werden. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft hat in Reaktion auf die Enteignung Anfang Oktober 2014 ein Strafverfahren gegen Russland eröffnet und Schadensersatz von 15 Mrd. Griwna (derzeit etwa 1,2 Mrd. US-Dollar) gefordert.

Gazprom hat sich niemals dazu geäußert, ob sie das Gas von Tschernomorneftogas nun verkauft oder nicht. Das Gas wird zwar, zu über 30 Prozent, nach außen exportiert. Eigene Kunden hat Tschernomorneftogas jedoch nicht.

Tschernomorneftogas plante, nach der Übernahme 2014, weitere Erdgasfelder zu erschließen, um die Produktion zu erhöhen. Was das Unternehmen heute wo, tatsächlich, abbaut, wird nach, nach außen, kaum bis gar nicht korrespondiert.

Überdies hatte Tschernomorneftogas vor, das Gasleitungsnetz der Krim an die russische Exportpipeline »South Stream« anzuschließen, die durch das Schwarze Meer über den Balkan bis nach Mitteleuropa verläuft.

Ebenso wie Nordstream 2 wird auch die Schwarzmeer Pipeline South Stream vom Energieriesen Gazprom verwaltet.

Gazprom verkauft so mutmaßlich die Kriegsbeute aus russischen Invasion der Krim.

Das sollte die SPD interessieren weil

ein Mitglied des Aufsichtsrats des Staatskonzerns Gazprom immer noch Mitglied der SPD sein darf. Was, auch, während eines russischen Einmarsches in die Ostukraine, immer noch nicht diskutabel ist.