Mit totem Fuchs um den Hals am Holocaust Gedenktag

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Mit totem Fuchs um den Hals am Holocaust Gedenktag

29. Januar 2020 Allgemein 0
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Die AfD Abgeordnete im sächsischen Landtag Gundrun Petzold brachte ihr eigenes Statement zum Holocaust Gedenktag, zur Gedenkminute im sächsischen Landtag, mit. Einen toten Fuchs um ihren Hals. Das Makabere dabei ist, dass Füchse in Gaskammern getötet werden.

Der tote Fuchs und die AfD

Die AfD wusste an diesem Tag zu provozieren wie niemand sonst. Unter anderem versahen einige AfD Fans einen Kommentar des KZ-Überlebenden Höllenreiner, in der Bildzeitung, auf Facebook mit Lachsmileys. Mehrere AfD Fans posteten einen Gedenkstein am Holocaust Gedenktag, welcher deutsche Soldaten und Freikorpskämpfer in Polen, während des zweiten Weltkriegs, ehrte. Und die AfD in Wilhelmshaven suchte sich genau diesen Tag aus, um an die Opfer von Angriffen der US Air Force im Jahr 1943 zu erinnern, ohne beizuerwähnen, wieso diese Angriffe eigentlich noch mal notwendig waren.

Kommen wir zum Thema: Der sächsische Landtag veranstaltete am Holocaust Gedenktag eine offizielle Gedenkfeier. Frau Petzold nahm das zum Anlass ein besonderes “Mode Accessoire” mitzubringen. Einen toten Fuchs um den Hals.

„Bei so einem Anlass wie der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus im Landtag geht man mit dunkel gedeckter Kleidung“, schrieb der Politiker Albert Pfeilsticker (CDU).

Füchse sterben in Gaskammern

Damit Füchse nach außen hin “unversehrt” bleiben, wie es Fuchstöter beschreiben, kommen sie in Gaskammern oder werden durch Strom getötet. Strom verursacht kleine Brandspuren im Pelz. Die meisten Fuchstöter wählen daher die Vergasung mit CO2 oder CO als Tötungsmittel.

Da Füchse keine Einsicht zum Aufgeben der Todeskampfes kennen, kämpfen diese in den Gaskammern bis zu 40 Sekunden lang, oder länger, um ihr Leben.

Ein untragbares Statement

Die Nazis zogen bereits in den Wahlkämpfen zwischen 1930 und 1933 Parallelen zwischen Juden und Füchsen (die damals schon durch Gas getötet wurden). Der sächsische Landtag hat Überlebende des Holocaust geladen, wie beispielsweise Zofia Posmysz. Sie musste Frau Petzolds pietätlose “Trophäe” den gesamten Zeitrahmen ertragen. Frau Petzold schien in keiner Minute die Option zu erwägen, den toten Fuchs abzulegen.