Wir sind Antifa

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Wir sind Antifa

1. Juni 2020 Allgemein 0
Gibt Linksradikalen die Schuld für die Ausschreitungen in US-Städten: US-Präsident Trump (Archivbild)

US Präsident Donald Trump will die Antifa als Terrororganisation einstufen. Hintergrund sind die Proteste um den, in Polizeigewalt getöteten, George Floyd. In den Augen Trumps sind allein Antifa Aktivisten für die Ausschreitungen, im Rahmen der vielen Demonstrationsveranstaltungenum George Floyd, in vielen Teilen der USA, verantwortlich.

„Die Gewalt und der Vandalismus werden von der Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt“…“Linksradikalen Kriminellen, Verbrechern und anderen in unserem Land und auf der Welt wird nicht erlaubt werden, unsere Gemeinden in Brand zu stecken.“…„Es ist ANTIFA und die radikale Linke. Gib anderen nicht die Schuld!“

Doch parteiintern suchten auch einige sehr rechte Republikaner die Schuld beim, mitllerweile entlassenen und, wegen Mordes angeklagten, Polizisten, welcher George Floyd minutenlang sein Knie auf den Hals drückte.

Trump gegen bewaffnete Demonstranten

Ja, richtig gelesen. Trump ist, nachdem vor kurzem bewaffnete Demonstranten das Parlament in Virginia, mit Trumps Gnaden, stürmen durften, plötzlich gegen bewaffnete Demonstranten. Genau dann, wenn die Demonstranten gegen Rassismus und Faschismus demonstrieren. Trump sieht da jedoch keinen Fehler, weil er das freie Recht auf Waffen in den USA auch immer noch nicht anrühren will.

Nicht wenn er Antifaschisten die Rechte separat nehmen kann, indem er auch Antifa-Demonstranten ausgerechnet Terroristen macht.

Alex Jones durfte sogar Panzerfahrzeug fahren

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Und hier hat jeder Amerikaner plötzlich wieder ein verbrieftes Recht, sich zu verteidigen. Rechtspopulist Alex Jones (Mexiko würde wie ein Labor geführt, weil Indianer schnell in Gruppendenken gehen würden), dem Twitter den Account sperrte, weil von diesem zu viele Falschnachrichten ausgingen, fuhr Ende Januar mit einem Scheinbar-Panzer durch die Hauptstadt Virginias.

Laut HuffPost haben sich, an diesem Tag, Tausende von Waffenrechtsaktivisten sowie rechtsextreme Gruppen wie die Proud Boys in Richmond, Virginia, versammelt, um sich am frühen Montag zur Kundgebung mit Jones zu versammeln.

Geheimdienst-Analysten haben, an diesem Tag, Bedrohungen und gewalttätige Rhetorik identifiziert, die denen ähneln, die vor anderen wichtigen Ereignissen wie Charlottesville zu beobachten waren.

Trump stellte sich an diesem Januar-Tag demonstrativ auf die Seite der Demonstranten. Ebenso wie Monate später, als Demonstranten bewaffnet, das Parlament von Virginia belagerten.

Nur jetzt wird das weiße Haus belagert

Das geht plötzlich nicht. Denn wo die Belagerung des Parlaments von Virginia noch „freie Meinungsäußerung“ und „Versammlungsfreiheit“, für Trump, war, ist der Protest vor dem weißen Haus, auch wenn die Schusswaffen hier wesentlich weniger waren, plötzlich Terrorismus. Die Demonstranten, die, weniger mit Schusswaffen ausgerüstet, zahlenmäßig mehr sind, und auch viel mehr ‚Schwarz‘ sind, als in Virginia, greifen den Präsidenten der Vereinigten Staaten als das an, was er ist. Ein Rassist, der sich nicht traut, seine Meinung zu sagen, über Polizisten, die für rassistische Todesfälle verantwortlich sind.

Die Inhaber der Geschäfte haben das nicht verdient

In Los Angeles gab es mehrere Plünderungen von Geschäften, während der Demonstrationen. Und ja, als Antifa verurteile ich die Plünderung von Geschäften (die auch noch von Schwarzen geführt und von Weißen geplündert werden), verurteile damit aber nicht die Demonstrationen, gerade wenn sie vor dem weißen Haus stattfinden. Und ich weiß beides zu separieren.

Die Bewegung ist notwendig

Antifa (United States) - Wikipedia

Ich weiß um die Wichtigkeit der Aufklärung des Ladendiebstahls und ich weiß um die Notwendigkeit der Proteste gegen Donald Trump und hege die Hoffnung, dass es noch mehr Leute werden, die in kommender Zeit gegen Donald Trump auf die Straße gehen.

Denn wenn sich ein Präsident der USA von Antifaschisten terrorisiert fühlt, weiß er spätestens um seine eigene politische Einstellung.

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